Q&A: Wie kommen großflächige Erzmienen/Lagerstätten zu stande?

28.01.2012 von lagerstaette

Frage von gwh: Wie kommen großflächige Erzmienen/Lagerstätten zu stande?
Ich kenne bereits das System mit den Black and White Smokern und wie diese Entstehen (mit fluiden Phasen usw.) aber kommen so auch die großen Lagerstätten zustande, wie Eisen und Kupermienen?

Beste Antwort:

Answer by gunnar_ries
Kommt auf die Lagerstätte an. Es gibt Lagerstätten, die durch die Verwitterung von Gesteinen entstanden sind, wie die Nickelminen von Neukaledonien. Hier sind Minerale, die Nickel nur in Spuren enthalten, verwittert. Dabei wurde das Nickel freigesetzt und konnte in neue Minerale eingebaut werden.

Ähnliches gilt für viele Aluminiumlagerstätten, hier zerfallen die Feldspäte als Hauptträger des Aluminiums und es bildet sich Kaolinit und Gibbsit als Aluminiumminerale.

Dann wären da noch die Lagerstätten, bei denen Granite die Erzbringer waren. Wenn Granite aus der Schmelze entstehen, so kann die Schmelze Wasser enthalten, die Granite haben dafür aber keinen Platz. Daher wird die Umgebung des Granits dann nach dessen entstehung regelrecht gekocht. Das sind die hydrothermalen Lagerstätten. Dieses Wasser dringt in Spalten des umgebenden Gesteins ein und wenn es dort kälter wird, scheidet es eine Reihe interessanter Minerale aus, die beispielsweise Quarz, Gold, Silber, Bleiglanz und andere Erze enthalten können.

Auch vorher, in den letzten Schmelzresten des Granits kann sich noch einiges von Interesse anreichern. Dies sind die so genannten Pegmatite, oft mit wertvollen Erzen versehen.

Da manche Erze auch sehr resistent gegenüber der Verwitterung sind, können sie sich auch bei der Verwitterung anreichern. Das sind die so genannten Seifenlagerstätten. Das Gold am Yukon ist ein Beispiel dafür.

Das ist nur ein sehr grober Überblick.

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Eine Antwort

  1. Mutter Schagalla

    Der Mann mit der eisernen Maske hatte die einzige mir bekannte Erzmiene. Die hat aber nichts mit “fluiden Phasen” zu tun, die hatte sie längst hinter sich.

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